Technologie

Die Wabentechnologie der Wacosystems GmbH entstand aus dem Versuch die bis dahin sehr zeitaufwendige und umständliche Produktion transparenter Folien-Wabenstrukturen zu beschleunigen und zu automatisieren.

Umgesetzt wurde diese Aufgabenstellung durch selbst entwickelte und gebaute vollautomatische Maschinen, in denen eine Art Webprozess von Folienbahnen stattfindet, der die Folienstreifen thermisch zu frei stehenden, stabilen Wabenzellen verschweißt. Dieser Prozess und die zugehörige Wabe sind patentiert. Das so gefertigte Produkt ist die Kunststoffwabe WaveCore®, die als transparente Wärmedämmung (TWD) und als Kernmaterial für Leichtbauanwendungen eingesetzt wird.

Wird die optisch ansprechende und sehr gleichmäßige Wabe mit transparenten Deckschichten verklebt, entsteht ein leichtes aber dennoch biegesteifes Wabenpaneel. Die Wabenpaneele der Typen ViewPan® PET und ViewPan® PMMA sind die Basismaterialien unserer montagefertigen Kandela®-Systemlösungen, wie zum Beispiel des Trennwandsystems Kandela® T38 oder der mobilen Stellwände Kandela® ST27, die wir inklusive der zugehörigen Rahmensysteme, Stellfüße und/oder Befestigungsmittel vertreiben. Aufgrund ihrer Transparenz/Lichtdurchlässigkeit und der ansprechenden Optik, kombiniert mit ihrer schallschirmenden Wirkung, werden diese nun schon seit Jahren als schallschirmende Elemente in Open Space Büros eingesetzt.

Im Open Space ist neben der Schall-Absorption, also der Bedämpfung des Raumes, auch die Schallschirmung zwischen den Arbeitsplätzen ein wichtiges Planungskriterium, um eine gute Raumakustik im Großraumbüro zu erreichen.

Die neue Akustiknorm für Großraumbüros DIN EN ISO 3382-3 spiegelt diesen Sachverhalt wieder.
Das Konzept in Großraumbüros ist relativ simpel. Durch den Einsatz von absorbierenden Akustikdecken, Akustikbildern, Deckensegeln oder akustisch wirksamen Möbelfronten wird die Nachhallzeit und damit auch der Grundgeräuschpegel in Büroräumen deutlich herabgesetzt. Dieses wirkt sich zunächst einmal positiv auf das Wohlbefinden aus, da es angenehmer ist in ruhigen, akustisch bedämpften Räumen zu arbeiten.

In den vergangenen Jahren wurde allerdings in Erfahrung gebracht, dass niedrige Nachhallzeiten zwar wichtig sind um den Schallpegel in Büros zu senken, sie führen aber auch dazu, dass die Sprachverständlichkeit in Großraumbüros zum Nachteil erhöht wird. Der Mensch versucht intuitiv, jegliche im Umfeld anfallende Sprachinformationen aufzunehmen und wird dadurch in seinem Arbeitsprozess abgelenkt. Die Auswirkungen sind schlechte Konzentration, Stress und ein daraus resultierender Abfall der Leistungsfähigkeit.

Praxisresultat der neuen Norm

»Um in Open Space Büros für die Angestellten gute akustische Arbeitsbedingungen zu erzeugen, ist neben der Bedämpfung des Raumes (durch Schallabsorber) auch die Schallschirmung, also die Verminderung der Schallausbreitung von hoher Relevanz. Nur mit raumhohen oder großflächigen Abschirmungen wie Glas- oder Kunststoffelementen und hohen schallschirmenden Stellwänden werden in Zukunft die erwünschten Zielwerte der Abklingrate erreicht.«

Die neue Norm DIN EN ISO 3382-3 erfasst nun diese Problematik und liefert messtechnische Methoden hinsichtlich der räumlichen Ausbreitung des Schalls, sowie der Ablenkungs- und Vertraulichkeitsabstände auf der Bürofläche. Anhand des STI (Sprachverständlichkeitsindex) wird eine Distanz zur Sprachquelle bestimmt, die aussagt, ab welcher Distanz wieder ohne Ablenkung gearbeitet werden kann. Notwendige Maßnahmen, um die Schallausbreitung von störenden Geräuschquellen zu reduzieren, sind Wandelemente oder mobile Stellwände, die als Zonierung an Schreibtischen ausgeführt werden können.

Akustische Simulationen an identischen Büros mit unterschiedlichen Arten von Zonierungselementen wurden erstellt. Dabei konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis nur mit größeren schallschirmenden Elementen erreicht werden. Ideal waren raumhohe Wandelemente. Diese sollten transparent bzw. lichtdurchlässig ausgeführt werden, damit die Offenheit und Helligkeit des Raumes erhalten bleibt. Mit unseren Kandela®-Systemen können wir genau diese Lösungen anbieten. Weitere Informationen dazu finden Sie im bald erscheinenden Fachartikel von Herrn Dr. Wiesinger.

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